prenzlauerberg Das Stadtviertel Prenzlauer Berg
Der Stadtteil Prenzlauer Berg übt seit je eine besondere Anziehungskraft auf Berliner und Touristen aus, denn kaum ein anderes Viertel hat in den vergangenen Jahren eine so rasche Wandlung erlebt. Der vormalige Weinbergs- und Mühlenstandort vor den Toren des alten Berlins wurde mit der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts bebaut. Der Hobrechtsche Bebauungsplan 1862 und die Berliner Ringbahn 1871 schufen die Grundlage für die Anlage der großen Mietskasernenviertel, die Prenzlauer Berg seitdem prägen. Heute sind in den alten Wohnquartieren der Arbeiter Cafés, Kneipen und Restaurants eingezogen, das Nachtleben ist schnelllebig und aufregend. Schon zu DDR-Zeiten galt der Bezirk als Viertel der Künstler, Intellektuellen, Studenten und der alternativen Szene. Die Gründerzeitviertel im heutigen größten Sanierungsgebiet Europas verändern laufend ihr Gesicht. In stillen Seitenstraßen sind einige Häuser noch nicht restauriert – sie geben den Blick frei auf ein Stück unverfälschtes Berlin. Prenzlauer Berg ist nunmehr zu einer begehrten Wohngegend aufgestiegen. Der Kollwitzplatz mit seinem Wochenmarkt am Sonnabend lässt schon Assoziationen mit dem Campo dé Fiori in Rom zu. Oder der Helmholtzplatz mit seinen vielen Cafés, Restaurants und Bars erinnert an das Marreéviertel in Paris. Letztlich zeichnet sich der Bezirk durch seine innerstädtische Citylage und sehr guten Verkehrsverbindungen aus.