Hotels in Berlin: Adlon Kempinski

Hotel Berlin: Adlon In folgenden Publikationen findet sich das “ackselhaus & blue home” zusammen mit dem Hotel Adlon Kempinski als empfohlenes Hotel in Berlin: Cool Hotels Germany (Ausgabe 2008), GEOSAISON (Ausgabe Februar 2009). Das Hotel Adlon Kempinski zählt zu den ersten Adressen in Berlin und es ist eines der luxuriösesten und bekanntesten Hotels in Deutschland. Es liegt in der historischen Stadtmitte in der Dorotheenstadt an der Straße Unter den Linden, direkt am Pariser Platz, nur wenige Meter vom Brandenburger Tor entfernt. Eröffnet wurde das Hotel im Oktober 1907. Der Originalbau wurde Ende des Zweiten Weltkriegs teilweise zerstört, doch nur ein Seitenflügel konnte bis zum endgültigen Abriss im Jahr 1984 weitergenutzt werden. Der Neubau an der Originalstätte wurde am 23. August 1997 eröffnet.
Um 1900 wandelte sich das Bild des Hotels von der einfachen „Übernachtungsmöglichkeit“ hin zu einem Ort des Glanzes und verschwenderischen Luxus. So wurde es bei der feinen europäischen Oberschicht modern, Bälle, Diners und andere Festlichkeiten auf großen öffentlichen Bühnen zu zelebrieren. Diese Bühnen der Gesellschaft waren die nach amerikanischem Vorbild gestalteten Luxushotels. Ein Fest oder gar einen großen Empfang in solch einem Rahmen auszurichten war zunächst unvorstellbar, da sowohl der Adel als auch das reiche Großbürgertum daran gewöhnt waren, in heimeliger Atmosphäre zu Hause oder auf einem Landsitz zu feiern.
In den Vereinigten Staaten gab es solch eine Entwicklung nicht. Schon sehr früh eröffneten in den großen Zentren, wie New York oder Boston, Luxushotels, die sich nicht nur auf Schlafmöglichkeiten reduzierten, sondern ebenso Raum für private Vergnügungen boten. Spielezimmer, Rauchersalons, Bibliotheken und Cafés bestimmten das Ambiente und waren Garanten für ein erstklassiges Klientel. Diese neue Art des Hotellebens drang nun immer stärker nach Europa und zeigte schon bald erste Früchte in den Großstädten. In Paris und bald darauf in London eröffnete das feine Ritz, in Sankt Petersburg das Hotel Astoria, in Wien das feudale Hotel Imperial. Auch in Deutschland gab es elegante Hotels, wie das Bristol oder das Grand Hotel de Rome, doch waren diese im Vergleich zur neuen Spitzenklasse altmodisch und antiquiert. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Berlin der Kaiserzeit geradezu darauf brannte, endlich auch eine dieser großen Adressen zu beherbergen, um so mit den anderen Metropolen gleichzuziehen. 1905 war es schließlich soweit, als der Hotelier Lorenz Adlon zwei Grundstücke Unter den Linden kaufte, mit denen der Geburtsort für eines der zukünftig besten Hotels in Deutschland gefunden war. An diesem Tag begann die Geschichte des wohl populärsten Hotels in Berlin, das durch seine Extravaganz wie durch seinen Luxus zum Mythos wurde und heute, nach über hundert Jahren, ebenso zu der Stadt gehört wie das Brandenburger Tor oder der Reichstag.
Die Eröffnung war ein voller Erfolg, und schon in den ersten Jahren begann das Hotel Adlon, wie es jetzt offiziell hieß, eine Institution zu werden. Familien des Hochadels verkauften ihre Winterpalais’ in Berlin, um in den Suiten des Hotels zu residieren. Wilhelm II. floh vor den zugigen Räumen seines Schlosses in die luxuriösen und gut beheizten Zimmer des Adlon. Auch das Auswärtige Amt nutzte das Hotel nur zu gerne als „inoffizielles Gästehaus“, da es noch keine geeigneten Unterbringungen für hohe Besucher aus dem Ausland gab. Unter der Führung seines Gründers entwickelte sich das Adlon zu einem Haus des Sehens und Gesehen-Werdens. Europas Könige und Kaiser, der Zar von Russland, der Maharadscha von Patiala, aber auch Industrielle und Politiker wie Edison, Ford, Rockefeller, Rathenau, Stresemann und Briand waren berühmte Gäste der frühen Jahre des Hotels.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges änderte sich vorerst nur die Gästeliste. Hofgesellschaft und Großbürgertum waren mit der alten Welt untergegangen. Wo früher der Kaiser nächtigte, fanden sich nun reiche US-Amerikaner ein, die auf Urlaubsreise in Europa waren und die bald den Namen des Hotels über den Atlantischen Ozean brachten. 1943 nahm die Zahl der Gäste wieder zu, da der Kaiserhof bei einem Bombenangriff total zerstört wurde und die SS-Oberschicht nun einen neuen Ausrichtungsort für ihre Feste suchte. Die legendäre Luxusherberge stand noch bis kurz vor Kriegsende völlig unbeschädigt am zerstörten Pariser Platz, so dass man sogar ein kleines Lazarett für die Verwundeten einrichtete, bis sie schließlich in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945, aus nicht ganz geklärten Gründen und nicht durch Kriegseinwirkungen, ausbrannte. Nur ein hinterer Seitenflügel des Hotels überstand den Brand. Dieser wurde bis in die 1980er-Jahre als Hotel und Restaurant genutzt. In seinen letzt
en Jahren diente der Bau als Internat für Berufsschüler, bis er aufgrund des starken Verfalls 1984 abgerissen wurde. Nach dem Fall der Mauer erbaute die Fundus-Gruppe am alten Standort das heutige Hotel Adlon. Es wurde von 1995 bis 1997 nach dem Entwurf von Patzschke, Klotz & Partner errichtet. Der Neubau ist keine exakte Wiederholung des alten Hotelgebäudes, sondern eine freie Neuschöpfung in klassischen Bauformen in starker Anlehnung an den Vorgängerbau und an die traditionelle Hoteltypologie. So ist zum Beispiel das neue Adlon zwei Stockwerke höher als das alte. Von April 2005 bis September 2006 war Thomas Klippstein Direktor des Berliner Hotels Adlon. Seine Nachfolge als geschäftsführender Direktor des Hotels übernahm Stephan Interthal. Das Hotel Adlon gehört zum Hotelverbund The Leading Hotels Of TheWorld.
Im Adlon-Palais befinden sich in der Behrenstraße ein Restaurant und ein Nachtclub bzw. die Diskothek Felix (2004 wiedereröffnet). Inhaber des Clubs ist die Jagdfeld-Gruppe.